Eigentlich umfasst der Begriff Soundscape (auf deutsch: Klanglandschaft) die akustische Gesamtheit eines spezifischen Ortes, mit all seinen Naturgeräuschen, Verkehrslärm und lauten wie leisen Stimmen. Diese Definition lässt sich aber auch nach innen kehren, um die mentale Gefasstheit von Menschen zu beschreiben. So in etwa ist die gleichermaßen in Berlin wie in Kopenhagen lebende Sängerin und Komponistin Zola Mennenöh vorgegangen, als sie ihr Programm „A Labour of Love“ zu realisieren anfing. Um für ihre Überzeugungen für eine bessere Zukunft einzustehen und ihrem Zorn über eine immer wilder werdende Welt um sie herum Nachdruck zu verleihen, tritt Mennenöh tatsächlich einen Schritt zurück und lässt das lyrische Timbre ihrer Stimme ebenso für sich sprechen wie den leisen Flow ihrer spoken words. Im Verbund mit den digital entworfenen Klangtexturen und einer ausdifferenzierten Dynamik der analogen Instrumente erschaffen ihre imaginären Soundscapes eine mitreißende Emotionalität und stilistisch entgrenzte Ästhetik.
Zola Mennenöh – voc/comp/efx/perc
Elisabeth Klinck – viol
Emily Wittbrodt – cel
Kathrin Pechlof – harp
Ginte Preisaite – p/efx
Phil Donkin – b