Kalia Vandever, 1995 geboren, zog 2013 von Los Angeles nach New York, um an der renommierten Julliard School Posaune zu studieren. Nach ihrem Bachelor of Music 2017 machte sie sich in der Jazz- und Improv-Szene New Yorks rasch einen Namen als Posaunistin, die auf ihrem Instrument einen lyrischen Ausdruck und expressiven Ansatz zugleich zeigt. Sie spielte mit Musiker:innen ihrer Generation ebenso zusammen wie mit einigen Größen des Jazz – wie zum Beispiel Joel Ross, Fabian Almazan und Maria Grand oder Herbie Hancock und Wynton Marsalis. 2019 erschien ihr Debütalbum „In Bloom“, 2023 legte sie ihr Soloalbum „We Fell in Turn“ vor. Auch und gerade mit den unbegleiteten Solokonzerte verdeutlicht Vandever ihren ästhetischen und spieltechnischen Ansatz. Dabei folgt sie einem eigenen Melos, für den sie sich Zeit nimmt, um das Lyrische der Posaune zu entwickeln, und experimentiert mit einem Duktus, der das Eloquente ihrer Phrasierung hervorhebt. Mit Looper und Sampler verbreitert sie noch das Klangspektrum der Posaune zu einem vielschichtigen Amalgam.