Auch heute noch ist das musikalische Vermächtnis des Schlagzeugers Paul Motian (1931–2011) von Bedeutung. Motian definierte die Rolle des Schlagzeugs neu – angefangen beim legendären Trio des Pianisten Bill Evans über seine Zeit mit Keith Jarrett, Chick Corea oder Lee Konitz bis hin zu seiner Arbeit als Leader eigener Bands. Für ihn war das Schlagzeug ein Melodieinstrument, er setzte Pausen als dramaturgische Elemente und konnte wie selbstverständlich über metrische Grenzen hinwegspielen. Die in Köln lebende, argentinische Sängerin Julia Sanjuro, eine von sieben Musiker:innen aus vier Ländern des jungen Kollektivs KROM, hat für sich ihr „The Paul Motian Songbook“ gefunden, weil sie um die vokale Qualität weiß, die dem Schaffen des Schlagzeugers zeitlebens innewohnte. Für einige seiner Kompositionen verfasste sie adäquate Lyrics, fand unter anderem mit dem Pianisten Aaron Parks die passende harmonisch-melodische Begleitung und hebt mit diesem Konzert bei der Cologne Jazzweek ihr „Paul Motian Songbook“ aus der Taufe.
Julia Sanjurjo – voc
Aaron Parks – p
tbc – b