Spannung und Entspannung, Akkorde und Cluster, Puls und Takt, Bonus und Malus: Oft sind es Kontraste und Gegensätze, aus denen ein Kunstwerk seine Spannung bezieht, und wahre Schönheit offenbart sich erst dann, wenn sie von einem Makel geprägt ist. Auch der in Köln lebende Bassist und Bandleader Florian Herzog greift in seiner Improvisationsmusik auf das Prinzip der Gegensätze zurück, gleichzeitig ohne sich davon beherrschen zu lassen. Ebenso wichtig sind ihm die der Musik innewohnenden Parameter wie Rhythmus und Dynamik, Harmonie und Melodie, die er gemeinsam mit Sebastian Gille (Saxophon), Chaerin Im (Klavier, Synthesizer), Leif Berger (Schlagzeug) und sich selbst am Kontrabass zu entfalten weiß. Dadurch kommen Qualitäten zum Vorschein, die dem zeitgenössischen Jazz noch mehr Spannung verleihen und ihn weiter beleben, wenn Vorfreude und Interaktion der freien Improvisation der vier Musiker Struktur und Form geben.
Sebastian Gille – sax
Chaerin Im – p/synth
Florian Herzog – b
Leif Berger – dr