Am 2. September 2026 wird der neue Haushaltsentwurf der Stadt Köln veröffentlicht. Die Podiumsdiskussion nimmt dies zum Anlass für eine erste Einordnung: Welche Folgen haben die geplanten Ausgaben und Einsparungen für die Kölner Kulturlandschaft? Und ist die Verteilung der öffentlichen Mittel noch zeitgemäß?
Ein erheblicher Teil des kommunalen Kulturetats fließt traditionell in die städtischen Kulturinstitutionen und Orchester. Gleichzeitig arbeiten freie Ensembles, Initiativen, Festivals, Clubs und Produktionsorte mit deutlich geringeren Mitteln und häufig unter prekären Bedingungen. Die langjährige Sanierung der Kölner Oper und ihre erheblichen Kostensteigerungen verschärfen die Debatte über Prioritäten und die gesellschaftliche Akzeptanz öffentlicher Kulturförderung zusätzlich.
Das Panel diskutiert, wie ein zukunftsfähiger Kulturhaushalt aussehen kann: Wie lassen sich große Institutionen sichern und zugleich freie Strukturen fairer und verlässlicher fördern? Welche Lehren wurden aus den Verzögerungen des Doppelhaushalts 2025/2026 gezogen? Und wie kann sich Kulturpolitik stärker an Teilhabe, kultureller Vielfalt und neuen Öffentlichkeiten orientieren, ohne Kunst allein nach Besucherzahlen, Popularität oder Marktlogik zu bewerten?
Kathrin Pechlof – Moderation
Sonja Tewinkel – Kulturdezernentin der Bezirksregierung Köln,
Maria Helmis-Arendt – kulturpolitische Sprecherin der SPD-Fraktion und Bürgermeisterin der Stadt Köln,
Brigitta von Bülow – kulturpolitische Sprecherin der Grünen-Fraktion und Bürgermeisterin der Stadt Köln,
Dr. Juana von Stein – Leiterin des Kulturamtes der Stadt Köln,
Camille Buscot – Geschäftsführerin der Deutschen Jazzunion.