Die Weltraummetapher ist einfach zu schön. Wenn von unendlichen Weiten des Weltraums gesprochen wird, von den Störungen im Raum-Zeit-Kontinuum oder den unbekannten Planeten, dann ergeben sich fast wie von selbst Analogien zur Kunst und, noch besser: zum Jazz und zur aktuellen Improvisationsmusik. Der Kölner Schlagzeuger, Bandleader und Komponist Hendrik Eichler mag jedenfalls die Synergien, die derartige Vergleichen innewohnt. Wohl auch deshalb hat er seine paneuropäisch besetzte Band Manic Anomaly genannt und das dazugehörige Album mit „Metamorphmanic Anomaly“ überschrieben, dessen Erscheinen mit dem Konzert bei der Cologne Jazzweek gefeiert wird. Der Musik changiert zwischen atmosphärischer Weite und intensiver Verdichtung, elektronische und akustische Klangflächen schieben sich funkenstiebend wie Kontinentalplatten über- und untereinander. Es offenbart sich ein gleichermaßen organisch wie futuristisch strukturierte Textur, in der die Höhen hellfunkelnd zirpen, während die Bässe tief in den Keller absacken.
Hendrik Eichler – dr/efx
Angelika Niescier – sax
Teis Semey – gtr
Kirke Karja – p/synth
Louise van den Heuvel – eb