„Dust Bunny“ ist im Deutschen eine Wollmaus. So nennt man Knäuel aus organischen und anorganischen Stoffen, die oftmals in schwer zu erreichenden Ecken einer Wohnung zu finden sind. „Dust Bunny“ ist aber auch der Titel eines Horrorfilms und der Name einer Figur in einem Computerspiel. Dust Bunny haben auch „Featured Artist“ Marta Warelis der Schlagzeuger Nasim Lopez-Palcios Navarro ihr Duo genannt. Fast möchte man sagen, es ist der popmusikalische Sidekick der in Berlin lebenden Polin – wäre da nicht ihre anarchische Freude, Schönklang und Melos mit einem Wisch sofort beiseite zu fegen, sobald sich diese in der Performance breit machen. Es ist eine rituell Musik, die die beiden spielen, mit der sie versuchen, ungestüm die Gegensätze an die Grenzen zu treiben. Warelis an Synthesizer und Keyboards und Navarro an den Drums spielen wie selbstverständlich über die Trennlinien von Prog-Rock und Noise, von Ambient und Free Jazz hinweg und zelebrieren einen wilden Rave, der laut, hypnotisch und irisierend zugleich ist.
Marta Warelis – org/synth
Nasim López-Palacios Navarro – dr/efx