Masaa ist arabisch für Abend. Die Zeit, wenn die Konturen noch sichtbar sind, aber sich vieles schon im Zwielicht verschwommen zeigt. So lässt sich auch die Improvisationsmusik des Quartetts Masaa um den 1982 in Libanon geborenen, seit langem in Deutschland lebenden Sänger Rabih Lahoud beschreiben. Mit Reentko Dirks (Gitarre); Demian Kappenstein (Drums) und Marcus Rust (Trompete) zelebriert Lahoud das Zusammenkommen, wie es oftmals am Abend stattfindet. Es ist die Umsetzung des gemeinsamen Erzählens und Berichtens in ein Stück Musik, es ist ein Ignorieren von Grenzen– den imaginären zwischen den Menschen, aber auch den konkreten zwischen den Staaten. Gemeinsam führt man die klassische Musik Europas mit dem Jazz der USA zusammen, die Verbindung zwischen beiden Genres ist wiederum die mäandernde, melismatische Melodik des arabischen Maqam und der prägnante Duktus von Lahouds Muttersprache, in der er die Lieder singt.
Rabih Lahoud – voc
Reentko Dirks – gtr
Demian Kappenstein – dr/perc
Marcus Rust – trp/flg